OKgo

Die Gesellschaft „OKgo“ geht
am 1. September  an den Start

 

Omnibus Jakob, Omnibus Schuster und Omnibus Mack fusionieren – Unternehmen mit über 150 Mitarbeitern entsteht

 

Ostalbkreis (rawi) – Paukenschlag in der Unternehmerwelt der Omnibus-Gesellschaften im Ostalbkreis: Drei der größten Firmen dieser Branche fusionieren zum 1. September 2018. Aus den bisherigen Gesellschaften Omnibus MACK, Omnibus Jakob (mit Omnibus Schmid) und Omnibus Schuster wird die „OKgo“, eine neue Mobilitätsgesellschaft  mit dann über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Samstag informierten die Geschäftsführer alle Angestellten bei einer Veranstaltung in der Schwäbisch Gmünder Manufaktur B26.

In knapp zwei Jahren haben die Geschäftsführer der drei Unternehmen hinter verschlossenen Türen die komplette Struktur auf den Weg gebracht, um am 1. September 2018 als neue Gesellschaft auftreten zu können. Frank Schuster, Inhaber von Omnibus Schuster in Durlangen, erklärt: „Die Themenvielfalt war und ist natürlich riesengroß. Die Gespräche waren von Beginn an äußerst harmonisch: Erstens weil wir uns nie als Konkurrenten sondern als Kollegen gesehen haben, zweitens weil wir alle wissen, dass wir aufgrund der Größe in Zukunft mit noch ganz anderer Stärke auftreten können.“ Das Unternehmen Schuster hat im Moment rund 50 Mitarbeiter und bringt einen Fuhrpark von über 25 Bussen und Kleinbussen in die „OKgo“ mit ein.

Auch Omnibus Mack aus Ellwangen geht in der neuen Gesellschaft auf. Jutta und Reiner Maria Scheiger erläutern die Beweggründe für die Fusion: „Die Welt der Omnibusse verändert sich kontinuierlich. Wir sehen in der Zusammenführung unserer Firmen einen großen Schritt in die richtige Richtung. Wir garantieren damit langfristig sichere Arbeitsplätze.“ Ebenso wie Schuster bringt Mack rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 27 Fahrzeuge, hochwertige Reisebusse, als auch Linienbusse und Kleinbusse, mit. Außerdem betreibt MACK in Ellwangen ein eigenes Reisebüro.

Der dritte im Bunde ist Omnibus Jakob in Göggingen (mit Omnibus Schmid aus Heubach), einer der Platzhirsche im Schwäbisch Gmünder Raum – sowohl in punkto Reise- als auch Linienverkehr. Auch hier arbeiten bislang ca. 50 Angestellte und es sind 18 Busse und drei Lkw im Einsatz. Inhaber Karl Jakob: „Wir werden die Fusion nutzen, um beide Sparten im Omnibusbetrieb weiter auszubauen. Dabei spielen Reise und Linie eine adäquate Rolle.“ Zudem werden auch die Container-dienste von Jakob in der neuen Gesellschaft weiter betrieben. Die beiden Söhne von Karl Jakob, Dominik und Luis, werden bei OKgo ebenfalls Aufgaben übernehmen.

Am vergangenen Samstag luden die Geschäftsführer alle ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Schwäbisch Gmünder Manufaktur „B26“ zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein. Dabei wurde die komplette Belegschaft über die tiefgreifenden Veränderungen informiert und wurden Ängste genommen: „Keiner muss sich Sorgen machen. Alle bisherigen Arbeitnehmer werden zu den alten Konditionen übernommen.“ Zudem bleiben unter dem neuen Dach „OKgo“ auch alle vier derzeitigen Standorte erhalten.

Die Geschäftsführer sind sich einig: „Die Fusion birgt auch für alle Angestellten eine große Chance. Neue Bereiche entstehen, neue Aufgaben werden entwickelt – wir werden eine Mobilitätsgesellschaft sein, die allen gerecht wird.“ Schwerpunkte werden dabei neben Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenservice auch Regionalität und Nachhaltigkeit sein. Weitere Projekte werden in den nächsten Jahren als große Gesellschaft angegangen, dabei stehen mögliche Ausschreibungen im Linienverkehr ebenso im Blickpunkt wie ein neu gestaltetes und ausgebautes Reiseprogramm.

Der Name „OKgo“ wurde in den vergangenen Monaten geschaffen. „OK steht für ein positives Okay: Fahr doch einfach! Mit uns! Andererseits ist es auch eine Abkürzung für den Ostalbkreis, der Heimat aller drei bisherigen Unternehmen ist. Das ,go‘ bezieht sich auf die Bewegung und Dynamik in unserer neuen Gesellschaft. Wir werden, ganz unserem Tätigkeitsfeld entsprechend, immer in Bewegung sein, um unsere Kunden zufrieden zu stellen. Natürlich wollen wir auch andeuten, dass der Ostalbkreis längst nicht die Grenze für unsere Busse ist und wir in Sachen Reise in ganz Europa zuhause sehen“, sagen die Geschäftsführer unisono.

Zum 1. September 2018 wird die neue Gesellschaft an den Start gehen. Natürlich ist der Beginn wohl gewählt, steht doch danach unmittelbar das Ende der Sommerferien an und wird der Schülerbetrieb wieder einen Großteil der Aufgaben abdecken.

Mit einer neuen zukunftsweisenden Corporate Identity geht das Unternehmen in den Farben Stahlblau, Rot, Mint und Weiß an den Start. Entwickelt wurden alle Vorlagen von den beiden Unternehmen Achtender GbR und rawiMEDIA. André Lehmann von Achtender: „Auch für uns war und ist es eine unheimlich spannende Aufgabe, an der Entwicklung eines so großen Unternehmens mitarbeiten zu können.“ Ralph Wild von rawiMEDIA führte am vergangenen Samstag in der Manufaktur B26 als Moderator durch den offiziellen Teil.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde das neue Logo bereits in Form neuer Betriebskleidung wie Hemden und Shirts vorgestellt. Das Highlight des Abends aber waren die ersten Busse der neuen Gesellschaft „OKgo“. „Fahr doch einfach“, lautet der neue Claim. Solche Busse werden dann zum 1. September im ganzen Ostalbkreis für die Fahrgäste im Linien- und Reiseverkehr unterwegs sein. Dabei können sich die Kunden darauf verlassen, dass die neue Firma die bisherigen Werte in punkto Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kundenservice beibehalten und ausbauen wird. Es gibt viele Gemeinsamkeiten. Die Firmenchefs Jutta Scheiger, Karl Jakob und Frank Schuster haben alle an der Hochschule Heilbronn Verkehrsbetriebswirtschaft studiert. Alle drei führen ihr Unternehmen schon lange in dritten Generation und jeweils als Familienunternehmen. Gemeinsame 255 Jahre Firmentraditionen werden erhalten bleiben. Sie sind die Grundlage des neuen Mobilitätsunternehmen OKgo. Dafür stehen die Geschäftsführer und die Belegschaften mit ihrer ganzen Kraft und Erfahrung.